Lehre
 
 
 
 
 
 
 

Lehrstuhlprofil

Der Lehrstuhl von Professor Dr. Martin Junkernheinrich trägt die Bezeichnung „Stadt-, Regional- und Umweltökonomie" unter Berücksichtigung finanzwissenschaftlicher Aspekte. Diese - ein wenig sperrige - Bezeichnung beschreibt ein Lehrgebiet, zu dem auf den ersten Blick auf viele Studierende und Außenstehende einen schwierigen Zugang haben dürften. Führt man sich jedoch die Forschungs- und Lehrtätigkeiten des Lehrstuhls vor Augen, so wird schnell deutlich, dass die Themen und Tätigkeitsschwerpunkte ganz eng mit der Lebenswirklichkeit der Menschen vor Ort zusammenhängen, denn insbesondere die Finanzen vor Ort entscheiden maßgeblich über die Leistungsfähigkeit der öffentlichen Hand und die Lebensqualität der Menschen in den Städten und Gemeinden. Hiermit sind die Tätigkeitsschwerpunkte des Teams umschrieben, dass sich zumeist mit Fragen der Ökonomie und Finanzen im Raum, d.h. auf Ebene der Kommunen und Regionen, beschäftigt.
 
Der Lehrstuhl lehrt und forscht in drei Teildisziplinen:
 
Die Umweltökonomie ist eine relativ junge Wissenschaftsrichtung und versucht marktwirtschaftliche Mechanismen auf die Nutzung der Umwelt und natürlichen Ressourcen anzuwenden. Hierbei steht vor allem der Schutz der natürlichen Grundlagen im Vordergrund. Umwelt, in einem weiter gefassten Verständnis als Lebensumfeld und nicht nur als Flora und Fauna begriffen, wird als öffentliches Gut angesehen und unterliegt damit einer unangemessenen Nutzung (Allmende- und Trittbrettfahrer-Problematik), die sich in Form von Übernutzung und negativen externen Effekten z.B. in Umweltzerstörung darstellt. Die Umweltökonomie versucht nun, durch marktwirtschaftliche Herangehensweisen diese Probleme zu verringern und wirksam sowie kostengünstig eine Lösung herbeizuführen.
 
Die Regionalökonomie als zweiter Schwerpunkt im Lehrstuhl ist eng mit den anderen Fachgebieten der Fachrichtung Raum- und Umweltplanung verbunden. Hierbei geht es um die wirtschaftliche Entwicklung von Regionen in räumlicher Hinsicht, d.h. unter verschiedenen naturräumlichen Gegebenheiten, einer unterschiedlichen Lage im Land mit differenter Ausstattung an diversen Potentialfaktoren sowie einer individuellen historischen Entwicklungsgeschichte. Zunehmend wichtiger für diese Teildisziplin werden die Herausforderungen des demografischen Wandels. Die Regionalökonomie wird Antworten auf die Fragen liefern müssen, wie in Zukunft in schrumpfenden Regionen ein akzeptabler Lebensstandart bewahrt werden kann (z.B. hinsichtlich der Infrastrukturausstattung, Qualitätsstandards und Kostenbelastung), in wie weit ein Ausgleich zwischen Wachstums- und Schrumpfungsgebieten möglich und sinnvoll sein wird und mit welchen Ansätzen einer Wirtschafts- und Förderpolitik langfristig tragfähige und nachhaltige Strukturen geschaffen werden können. Entsprechende Studien des Lehrstuhls aus den Bereichen der technischen sowie der sozialen Infrastruktur (z.B. Schulen, Krankenhäuser) wurden dabei mit besonderem Augenmerk auf die haushaltspolitischen Auswirkungen erstellt.
 
Der Bereich der Stadt- bzw. Kommunalökonomie ist aufgrund persönlicher Interessen und des beruflichen Werdegangs von Professor Junkernheinrich und seiner Mitarbeiter der wichtigste unter den Schwerpunkten am Lehrstuhl. Im Zentrum der Überlegungen steht die Stadt oder Gemeinde als unterste Verwaltungs- und Entscheidungsebene, die am nächsten an den Bürgern angesiedelt ist. Vor dem Hintergrund einer zunehmend schwierigen Haushaltslage in vielen deutschen Kommunen und einer zum Teil dramatischen Verschuldung rücken die Ursachen der Finanzmisere in den Fokus. Neben der Analyse kommunalpolitischer Entscheidungswege ist darum auch die Untersuchung der Finanzstrukturen (Einnahmen und Ausgaben, Finanzausgleichssysteme, Gebiets- und Organisationsstrukturen sowie diverse äußere Rahmenbedingungen) ein wesentlicher Bestandteil der Forschungsarbeit am Lehrstuhl. Aus der Forschung, vielfach in angewandten Projekten mit Kommunen, Spitzenverbänden, staatlichen Stellen und privaten Instituten wie bsp. der Bertelsmann Stiftung, sind Stellungnahmen und Lösungsvorschläge entstanden, die durch eigene Publikationen und über die Medien der Öffentlichkeit und den Entscheidungsträgern zugänglich gemacht wurden. Daher wird in diesem Zusammenhang auch stets die Verbindung zu den politökonomischen Theorien mit in den Blickpunkt genommen, um den Transfer von Wissenschaft in die Praxis kommunalpolitischen Handelns zu erleichtern.
 
Aus der Forschung werden vielfältige Anregungen für die Lehrveranstaltungen gewonnen, die neben den theoretischen Grundlagen auch praxisnahe Zugänge zu den Themen ermöglichen und den Studierenden Einblicke in die kommunale Realität geben, die in keinem Lehrbuch zu vermitteln sind. Durch diverse Studien zur kommunalen Finanzsituation und Vorschlägen für eine Neuordnung der jeweiligen Finanzstrukturen kann Prof. Junkernheinrich theoretische und praktische Zugänge zu den Themenkomplexen bieten. Die Vorlesungen von Prof. Junkernheinrich folgen einem klar strukturierten Aufbau; den theoretischen Grundlagen sind wirklichkeitsnahe Fallbeispiele zugeordnete, die ein besseres Verständnis von Wirkungsketten erlauben, denn Ziel ist es, die größeren Zusammenhänge aufzuzeigen und deutlich zu machen, das Raumplanung in einem öffentlichen & politischen Raum stattfindet, vielfältige Wirkungsrichtungen zu berücksichtigen hat und leicht an Grenzen der Machbarkeit stößt, wenn (ökonomische) Auswirkungen, Entscheidungswege und Finanzierung nicht im Vorfeld berücksichtigt werden. Die Vorlesungen und Seminare gründen daher stets auch auf einer ökonomischen Betrachtungsweise politischer und administrativer Probleme. Neben der Vermittlung von Grundlagenwissen wird dadurch eine Brücke zu aktuellen Forschungsvorhaben und Expertisen geschlagen und den Studierenden der Raum- und Umweltplanung der Zugang erleichtert. Das gelernte Wissen kann während des Semesters an einem stets aktualisierten Fragenkatalog überprüft werden. Innerhalb der Seminare ist der diskussionsintensive Austausch von Argumenten stärker noch als in den Vorlesungen Sinn und Zweck der Lehrveranstaltung. Referate sollen besonders argumentative Thesen vermitteln die im Anschluss im Gespräch mit den Referenten vom Plenum genauer beleuchtet werden. Studenten sind ausdrücklich ermutigt, sich kritisch und kreativ mit den Themen der Lehrveranstaltungen und des Fachgebiets auseinander zu setzen und sich damit eigenständig einen Zugang zur Thematik zu verschaffen.
 
Der Lehrstuhl von Professor Dr. Martin Junkernheinrich trägt die Bezeichnung „Stadt-, Regional- und Umweltökonomie". Hiermit sind die Tätigkeitsschwerpunkte des Teams umschrieben, dass sich zumeist mit Fragen der Ökonomie und Finanzen im Raum, d.h. auf Ebene der Kommunen und Regionen, beschäftigt.
 
Der Lehrstuhl lehrt und forscht in drei Teildisziplinen:
  • Die Umweltökonomie ist eine relativ junge Wissenschaftsrichtung und versucht marktwirtschaftliche Mechanismen auf die Nutzung der Umwelt und natürlichen Ressourcen anzuwenden. Hierbei steht vor allem der Schutz der natürlichen Grundlagen im Vordergrund. Umwelt, in einem weiter gefassten Verständnis als Lebensumfeld und nicht nur als Flora und Fauna begriffen, wird als öffentliches Gut angesehen und unterliegt damit einer unangemessenen Nutzung (Allmende- und Trittbrettfahrer-Problematik), die sich in Form von Übernutzung und negativen externen Effekten z.B. in Umweltzerstörung darstellt. Die Umweltökonomie versucht nun, durch marktwirtschaftliche Herangehensweisen diese Probleme zu verringern und wirksam sowie kostengünstig eine Lösung herbeizuführen.
     
  • Die Regionalökonomie als zweiter Schwerpunkt im Lehrstuhl ist eng mit den anderen Fachgebieten der Fachrichtung Raum- und Umweltplanung verbunden. Hierbei geht es um die wirtschaftliche Entwicklung von Regionen in räumlicher Hinsicht, d.h. unter verschiedenen naturräumlichen Gegebenheiten, einer unterschiedlichen Lage im Land mit differenter Ausstattung an diversen Potentialfaktoren sowie einer individuellen historischen Entwicklungsgeschichte. Zunehmend wichtiger für diese Teildisziplin werden die Herausforderungen des demografischen Wandels. Die Regionalökonomie wird Antworten auf die Fragen liefern müssen, wie in Zukunft in schrumpfenden Regionen ein akzeptabler Lebensstandart bewahrt werden kann (z.B. hinsichtlich der Infrastrukturausstattung, Qualitätsstandards und Kostenbelastung), in wie weit ein Ausgleich zwischen Wachstums- und Schrumpfungsgebieten möglich und sinnvoll sein wird und mit welchen Ansätzen einer Wirtschafts- und Förderpolitik langfristig tragfähige und nachhaltige Strukturen geschaffen werden können. Entsprechende Studien des Lehrstuhls aus den Bereichen der technischen sowie der sozialen Infrastruktur (z.B. Schulen, Krankenhäuser) wurden dabei mit besonderem Augenmerk auf die haushaltspolitischen Auswirkungen erstellt.
     
  • Der Bereich der Stadt- bzw. Kommunalökonomie ist aufgrund persönlicher Interessen und des beruflichen Werdegangs von Professor Junkernheinrich und seiner Mitarbeiter der wichtigste unter den Schwerpunkten am Lehrstuhl. Im Zentrum der Überlegungen steht die Stadt oder Gemeinde als unterste Verwaltungs- und Entscheidungsebene, die am nächsten an den Bürgern angesiedelt ist. Vor dem Hintergrund einer zunehmend schwierigen Haushaltslage in vielen deutschen Kommunen und einer zum Teil dramatischen Verschuldung rücken die Ursachen der Finanzmisere in den Fokus. Neben der Analyse kommunalpolitischer Entscheidungswege ist darum auch die Untersuchung der Finanzstrukturen (Einnahmen und Ausgaben, Finanzausgleichssysteme, Gebiets- und Organisationsstrukturen sowie diverse äußere Rahmenbedingungen) ein wesentlicher Bestandteil der Forschungsarbeit am Lehrstuhl. Aus der Forschung, vielfach in angewandten Projekten mit Kommunen, Spitzenverbänden, staatlichen Stellen und privaten Instituten wie bsp. der Bertelsmann Stiftung, sind Stellungnahmen und Lösungsvorschläge entstanden, die durch eigene Publikationen und über die Medien der Öffentlichkeit und den Entscheidungsträgern zugänglich gemacht wurden. Daher wird in diesem Zusammenhang auch stets die Verbindung zu den politökonomischen Theorien mit in den Blickpunkt genommen, um den Transfer von Wissenschaft in die Praxis kommunalpolitischen Handelns zu erleichtern.

 

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